Holzkohlegrill – die aromatische Art zu grillen

Natürlich kennen Sie diese Situation: Sie laufen die Straße entlang und bemerken ihn zunächst gar nicht, diesen wunderbaren Geruch, der Ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Ja, es braucht eine kleine Weile, bis das Gehirn die Antwort gibt: Einer der Nachbar ist am Grillen! Und schon möchte man sich selbst einladen. Natürlich geht das nicht immer. Wie gut, wenn man einen eigenen Kohlegrill sein Eigen nennen kann und genau weiß, was man nun zu Hause zu tun hat – genau, den Grill anfeuern!

Nur auf Kohle gegrilltem schmeckt richtig

Eigentlich sollte es diesbezüglich keine zwei Meinungen geben können: Nur Gegrilltes, das auf einem Kohlegrill gelegen hat, kann den richtigen Grillgeschmack aufweisen. Eigentlich logisch, oder? Wie soll das Grillgut, das auf einem Gas- oder Elektrogrill gegrillt wurde, den echten, röstigen Kohlegeschmack erhalten? Natürlich schmeckt es auch gut, aber eben anders. Da hilft nichts. Wir brauchen einen echten Kohlegrill.

Fragt man sich, warum das Grillen mit Kohle so einfach und gleichzeitig urig ist, kann man dies mit drei kleinen Sätzen beschreiben:

  • Kohle rein.
  • Kohle anzünden.
  • Warten, bis Kohle durchgeglüht (das bedeutet, dass die Kohle eine weiße Schicht erhält).
  • Und dann beginnt das eigentliche Grillen. Richtig – hier geht es los mit den Diskussionen, wie ein richtiges Grillen aussehen darf, ob Fisch und Gemüse überhaupt für einen Grill angedacht sind und und und.

Trotz aller Diskussionen muss man sagen, dass einem mit dem Kohlegrill viele unterschiedliche Optionen des Grillens, aber auch der generellen Grillküche zur Verfügung stehen. Es kommt nur darauf an, für was für einen Grill man sich entschieden hat.

Die unterschiedlichen Kohlegrilltypen

  • Der Klassiker – der Campinggrill: Für gewöhnlich handelt es sich um ein Dreibein, auf dem sich eine Kohlenpfanne und ein Grillrost befinden. Dieser Klassiker besitzt keine Besonderheiten und benötigt keine ausgefeilte Belüftung. Mit ihm kann man einfach nur tolle Grillabende verbringen.
  • Der Säulengrill: Er wird aufgrund seines Aussehens auch Trichtergrill genannt. Durch den Trichter, auf dem die Feuerschale und das Rost sitzen, entsteht ein Kamineffekt, der zu einem optimalen Anheizen der Kohle führt. Die Hitzeverteilung ist absolut gleichmäßig. Für gewöhnlich ist dieser Grill vollständig aus Edelstahl hergestellt.
  • Der Kugelgrill: Für viele Freunde des Grillens ist dies das Non-Plus-Ultra. Aber natürlich gehen die Meinungen diesbezüglich auseinander. Allerdings ist von Vorteil, dass man mit diesem kugelförmigen Grill aufgrund des passenden Deckels sowohl direkt als auch indirekt grillen kann. Man muss sich an die Belüftung und das indirekte Grillen erst einmal gewöhnen. Hat man es aber verstanden, so möchte man seinen Kugelgrill gar nicht mehr hergeben. Vielen Modellen ist ein Temperaturmesser integriert, um die bestmöglichen Grillergebnisse zu erwirken. Zu Transportieren ist er nicht so einfach. Aber es wäre durchaus möglich.
  • Schwenkgrill: Auch dieser Grill steht entweder auf einem Dreibein oder einem Einbein. Ja richtig – denn eigentlich steht er gar nicht, er schwebt über der Grillpfanne und wird von einer Kette gehalten, die ihrerseits an einem Dreibein oder einem Einbein befestigt ist. Da das Grillrost direkt über der Feuerschale schwebt, kann es nicht zum Anbrennen bzw. Verbrennen des Grillgutes kommen.
  • Der Grillwagen: Ja, dieser Grillwagen gehört zu den großen Modellen. Obwohl er dem Smoker ähnelt, kann er dessen Besonderheiten nicht aufweisen. Er besitzt diverse Ablageflächen, Wärmehalterungen, aber auch besonderen Funktionen und selbstverständlich viel Platz für das Grillgut. Allerdings birgt er einen großen Nachteil – er ist nahezu überhaupt nicht zu transportieren. Am besten, man findet für ihn einen festen Platz auf der Terrasse.

Der vollständigkeit halber sollte die folgenden Modelle zumindest noch erwähnt werden: Der Grilleimer, der Tischgrill, der Koffergrill (der als Campinggrill einfach fantastisch ist) sowie etwas ganz Besonders – der Kamingrill, gemauert, um seinen festen Platz auf der Terrasse nicht mehr zu verlassen.

Wo liegen die Unterschiede bei einem geschlossenen und offenen Kohlegrill?

Bei dem geschlossenen Grill kann die Hitze optimal verteilt werden, sodass alle Grillteile gleichmäßig durchgegart werden. Man kann diese Weise zu grillen beinahe mit der Wirkung eines Herdes vergleichen. Es kann fast eine Garantie darauf gegeben werden, dass tatsächlich alle Stücke optimal durchgegrillt sind. Diese Option ist bei dem offenen Grill nicht gegeben. Hier kann es durchaus passieren, dass ein Stück Grillgut zu stark, das andere dafür zu wenig durchgegrillt wurde. Die Hardliner werden an dieser Stelle sicherlich anmerken wollen, dass eben genau dies das „Echte“ Grillelement darstellt. Lagerfeuerromantik kann natürlich mit Deckel nicht wirklich aufkommen. Dafür aber bekommt man Grillfleisch, das besser nicht sein kann. Diesen Effekt können wir auch beim Grillwagen feststellen.

Wer noch niemals indirekt gegrillt hat, sollte die ersten Versuche vorsichtig angehen. Man kann es mit der Umluftfunktion vergleichen. Allerdings ist die Sache mit der Belüftung zunächst nicht ganz einfach, sodass man meist mehrere Versuche braucht, um optimal damit umgehen zu können. Dennoch gibt es viele Anhänger des indirekten Grillens: Das ursprüngliche, wie auch der „echte“ Grillgeschmack werden mit dem optimierten Garen des indirekten Grillens kombiniert, was zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis führt. Wer es noch nicht ausprobiert hat, kann das auch nicht verstehen.

Kaufentscheidung nach der Grillfläche

Es ist richtig – gerade, wenn man zu Hause nicht so viel Platz hat, um den Grill aufzustellen und später zu lagern, kann es sinnvoll sein, sich mit einem kleineren Modell zufrieden zu geben. Und doch ist man immer wieder versucht, sich einen Grill zu kaufen, der eine ausreichend große Grillfläche zur Verfügung stellt. Allerdings sollte dies auch immer in Relation zum vorwiegenden Grillgut stehen. Gehören Sie zu den T-Bone-Steak-Liebhabern oder reichen Ihnen Würstchen und Gemüsespieße? Sie sehen – ein Unterschied von Tag und Nacht, nicht wahr?

Die bekannten Hersteller

Natürlich gibt es viele Hersteller von Kohlegrills. Aber einige sollte man tatsächlich schon einmal gehört haben:

  • Weber
  • Rösle
  • Landmann
  • Kettle
  • Tepro
  • LotusGrill
  • Grillchef

Es ist richtig – bei diesen Herstellern handelt es sich um die wirklich guten, teureren Modelle. Die müssen es aber gar nicht immer sein, um einen hervorragenden Grillabend mit tollen Steaks und super gegrillten Würstchen verleben zu können. Lassen Sie sich nicht unbedingt von einem werbeträchtigen Namen zum Kauf eines teuren Modells verleiten, das Sie gar nicht optimal nutzen können.

Am besten schauen Sie sich in Ruhe um, bevor Sie zugreifen. Doch tun Sie dies rechtzeitig VOR der Grillsaison. Oder dauert dies tatsächlich 365 Tage im Jahr an?